Indischer Weihrauch – Die traditionelle Naturmedizin 17.07.2017 14:18

Den Meisten hierzulande unbekannt, ist indischer Weihrauch ein wahres Wundermittel aus der ayurvedischen Lehre. Das indische Heilsystem betrachtet Gesundheit und Krankheit aus einer ganzheitlichen Perspektive und nutzt Pflanzenstoffe für die Heilkunst. So auch den indischen Weihrauch. In unseren Breitengraden galt Weihrauch ebenfalls lange als Medizin, jedoch ging dieses Wissen verloren. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Indischer Weihrauch ist aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe wieder in den Blickpunkt geraten, sei es in der Naturheilkunde oder in der therapiebegleitenden Schulmedizin.

Indischer Weihrauch, was versteckt sich dahinter?

Beim indischen Weihrauch, auch „Boswellia serrata“ genannt, handelt es sich um das Harz des Weihrauchbaums. Indischer Weihrauch stammt von Weihrauchbäumen, die unter extremen Bedingungen in Indien gedeihen. Ganz exakt handelt es sich beim Weihrauch um das Harz des Weihrauchbaumes. Dieses tritt aus der Rinde aus, wird luftgetrocknet und im Anschluss weiterverarbeitet. Im Ayurveda wird der indische Weihrauch schon lange wegen der entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften eingesetzt. Die Behandlung von Arthritis-, Bronchitis- und Durchfall-Probleme lässt sich damit unterstützen.

Die drei Boswelliasäuren im indischen Weihrauch

Indischer Weihrauch enthält drei Boswelliasäuren, die in hoher Konzentration im Harz enthalten sind. Neben der 3-Acetyl-α-Boswelliasäure sind es vor allem die 3-O-Acetyl-11-keto-β-Boswelliasäure (AKBA) und die 11-Keto-β-Boswelliasäure (KBA), die eine lindernde Wirkung besitzen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die ätherischen Boswelliasäuren ein Enzym beeinflussen, welches Entzündungsherde reguliert. Alle bisherigen Tests bescheinigen dem Harz eine ausgezeichnete Wirkung und keine nennenswerten Begleiterscheinungen. Gerade bei chronischen Krankheits-Problemen wie Rheuma oder Morbus Crohn könnte der Weihrauch in Zukunft pharmazeutische Produkte wie Cortisol ersetzen oder zumindest sinnvoll ergänzen.

Wo ist indischer Weihrauch enthalten?

Da die Boswelliasäuren nicht auf unserer natürlichen Speisekarte auftauchen, müssen diese von außen ergänzt werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt indischen Weihrauch zum Inhalieren oder zur äußerlichen Anwendung. Die Kosmetikindustrie bietet Weihrauch-Cremes zur Regulierung von trockener oder gereizter Haut. Auch Zahnpasta, Mundspülungen und Badezusätze werden mit indischem Weihrauch angereichert. Als Nahrungsergänzungsmittel ist Weihrauch vor allem in Kapselform erhältlich. Diese werden aus getrocknetem und gemahlenem Harz oder aus extrahiertem Öl hergestellt. Besonders empfehlenswert sind solche Produkte, die sich dadurch auszeichnen, dass sie vor allem die drei natürlichen und hochaktiven Boswelliasäuren beinhalten.